Du bist bald mit der Schule fertig. Du möchtest einen Beruf erlernen. Jugendliche mit Behinderungen haben viele Möglichkeiten. Hier findest du ein paar Wege in die Ausbildung.

Ausbildung für junge Menschen mit Behinderungen (einfache Sprache)
Für junge Menschen mit Behinderungen gibt es eigene Angebote und Anlaufstellen.
Inhalte der Seite:
Ausbildung in einem Betrieb
Mit einer dualen Ausbildung erlernst du einen Beruf. Die Ausbildung ist im Betrieb und in der Berufs-Schule. Im Betrieb arbeitest du praktisch. In der Berufs-Schule lernst du das Wissen dazu.
Weitere Ausbildungs-Möglichkeiten
Die Fachpraktiker-Ausbildung ist eine gute Möglichkeit, wenn du lieber praktisch lernst. Du lernst denselben Beruf mit mehr Praxis und weniger Lern-Stoff. Der Abschluss ist anerkannt. Und: Mit Erfahrung kannst du danach auch eine reguläre Ausbildung beginnen.
Eine Ausbildung in einem Inklusions-Betrieb ist auch möglich. In einem Inklusions-Betrieb arbeiten Menschen mit und ohne Behinderungen zusammen. Diese Betriebe sind darauf eingestellt, Menschen mit Behinderungen zu unterstützen.
Wenn eine Ausbildung in einem Betrieb nicht möglich ist, dann mach eine Reha-Ausbildung. Du machst sie in einer Einrichtung, die speziell für Menschen mit Behinderungen da ist. Zum Beispiel in einem Berufs-Bildungs-Werk. Du lernst dort die gleichen Berufe wie in einem Betrieb. Du bekommst Unterstützung und kannst dort wohnen.
So geht es leichter
Vielleicht ist eine Ausbildung in Voll-Zeit wegen deiner Behinderung zu anstrengend. Dann kannst du deine Ausbildung auch in Teil-Zeit machen. Das bedeutet: Du arbeitest weniger Stunden pro Woche. Dafür dauert die Ausbildung etwas länger. Der Abschluss ist derselbe. Frag dafür beim Betrieb nach.
Wenn du Hilfe in der Ausbildung brauchst, sprich mit deiner Berufs-Beratung. Oder mit der Reha-Beratung. Das ist die Beratung für berufliche Rehabilitation und Teil-Habe. Sie helfen dir mit Angeboten und bei Anträgen. Zum Beispiel:
- Förder-Unterricht: Du bekommst Förder-Unterricht, der an dich angepasst wird. Zum Beispiel in Mathe oder Sprachen.
- Sprach-Unterricht: Fach-Kräfte geben dir zusätzlichen Unterricht zum Beispiel in Deutsch.
- Assistierte Ausbildung (AsA): Du bekommst zusätzliche Unterstützung. Zum Beispiel bei der Suche nach einer Ausbildungs-Stelle. Oder bei der Vorbereitung auf die Ausbildung.
- Außer-betriebliche Ausbildung (BaE): Fach-Kräfte helfen dir bei der Ausbildung. Dafür hast du einen eigenen Förder-Plan. Die Ausbildung wird auf dich angepasst. Du bekommst auch Nachhilfe-Unterricht.
- Begleitete betriebliche Ausbildung (bbA): Du machst deine Ausbildung in einem Betrieb. Zusätzlich bekommst du regelmäßig Unterstützung. Zum Beispiel beim Lernen oder wenn es im Betrieb Schwierigkeiten gibt.
Die Berufs-Beratung berät dich auch zu Hilfs-Mitteln. Es gibt zum Beispiel technische Hilfs-Mittel, die dir die Arbeit erleichtern. Dazu gehören Sitz-Hilfen oder besondere Computer-Tastaturen.
Außerdem kannst du Nachteils-Ausgleiche beantragen. Damit hast du zum Beispiel für Prüfungen länger Zeit. Oder eine Betreuungs-Person liest dir die Aufgaben vor oder erklärt sie dir in Gebärden-Sprache.
Nach der Ausbildung
Egal, welchen Weg du gewählt hast: Mit einem Abschluss hast du gute Chancen auf dem Arbeits-Markt. Viele Betriebe suchen Fach-Kräfte. Und: Wer sich weiter-entwickeln möchte, kann nach der Ausbildung eine Weiter-Bildung machen oder mehr Verantwortung übernehmen.
Wichtig:Info: Die Reha-Beratung der Agentur für Arbeit findet mit dir heraus, welche Ausbildung zu dir passt. Mach einen Termin aus!

